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Gesund durch den Arbeitstag: Sofort umsetzbare Routinen

Ob am Schreibtisch, in der Werkhalle oder im Verkaufsraum – oft richten wir unseren Fokus im Arbeitsalltag so stark auf die Aufgaben, dass der eigene Körper das Nachsehen hat. Die Folge sind Verspannungen, Ermüdung oder Dauerstress. Die gute Nachricht: Gesundheitsförderung im Job erfordert keine radikalen Umbrüche. Es sind die kleinen, konsequent angewandten Routinen, die den Unterschied machen.

Hier einige praktische Tipps für mehr Achtsamkeit im Beruf.

1. Energie für den Tag: Ernährung im Berufsalltag

Wer kennt nicht den schnellen Griff zum Schokoriegel oder das tägliche Käsebrot. Der Blutzuckerspiegel fährt Achterbahn, das Nachmittagstief ist vorprogrammiert.

  • Vorkochen: Koche abends oder am Wochenenden bewusst zwei Portionen mehr. Das ist kein Aufwand, liefert aber ein vollwertiges Mittagessen für den nächsten Tag.
  • Leckere Snacks: Platziere ungesalzene Nüsse oder geschnittene Äpfel in Griffweite. Sie liefern konstante Energie für das Gehirn, ohne den Blutzucker ansteigen zu lassen.
  • Visuelle Erinnerungen: Wieder einmal vergessen, zu trinken? Stelle eine 1,5-Liter-Wasserflasche direkt in dein Sichtfeld. Ziel ist es, diese bis zum Feierabend geleert zu haben.

Fazit: Planung schlägt Spontaneität. Wer sein Essen vorkocht und Wasser sichtbar platziert, entgeht der Fast-Food-Falle.

2. In Bewegung bleiben: Der Bewegungsapparat

Der menschliche Körper ist nicht für stundenlange Monotonie gebaut. Egal ob langes Sitzen im Büro oder einseitiges Stehen an der Maschine – der Bewegungsapparat braucht Variation.

  • Die 60-30-10-Regel: Arbeite in jeder Stunde 40 Minuten im Sitzen, 15 Minuten im Stehen und bewege dich 5 Minuten (z. B. auf dem Weg zum Drucker oder bei kurzen Dehnübungen).
  • Ergonomie erzwingen: Richte Deinen Arbeitsplatz so ein, dass die Oberkante des Bildschirms auf Augenhöhe liegt. Wer viel telefoniert, sollte das konsequent im Stehen tun.
  • Ausgleichsbewegungen: Wer körperlich hart arbeitet, braucht keine zusätzlichen Gewichte, sondern gezieltes Stretching für die verkürzten Muskelgruppen (meist Brust- und Hüftbeugemuskulatur).

Fazit: Die beste Körperhaltung ist immer die nächste. Regelmäßige Wechsel zwischen Sitzen, Stehen und Gehen entlasten die Wirbelsäule.

3. Das Arbeitsumfeld: Raum, Klima und Umgebung

Schlechte Luft und unpassende Beleuchtung sind stille Produktivitätskiller, sie verursachen Kopfschmerzen und brennende Augen.

  • Konsequentes Stoßlüften: Ein gekipptes Fenster bringt keinen nennenswerten Luftaustausch. Besser: Alle zwei Stunden für drei bis fünf Minuten das Fenster komplett öffnen, idealerweise mit Durchzug.
  • Die 20-20-20-Regel für die Augen: Wer auf Bildschirme schaut, sollte alle 20 Minuten für 20 Sekunden auf ein Objekt in etwa 6 Metern Entfernung blicken. Das entspannt den Ziliarmuskel im Auge.
  • Licht und Akustik steuern: Nutze Tageslicht, wo immer möglich. Gegen störenden Lärm in Großraumbüros helfen Noise-Cancelling-Kopfhörer, um die kognitive Belastung zu senken.

Fazit: Frischer Sauerstoff und gezielte Augenentspannung verhindern Nachmittagstiefs und Spannungskopfschmerzen.

4. Der unsichtbare Schutzschild: Hygiene am Arbeitsplatz

Besonders Großraumbüros und Arbeitsplätze mit Kundenkontakt sind Verteilzentren für Viren und Bakterien. Hygiene ist hier aktiver Gesundheitsschutz.

  • Flächendesinfektion: Tastaturen, Mäuse und Touchscreens (z.B. an Kassen) sind Keimschleudern. Einmal pro Woche mit einem feuchten Reinigungstuch abwischen reduziert das Infektionsrisiko drastisch.
  • Schluss mit Präsentismus: Wer krank zur Arbeit erscheint, gefährdet nicht nur die eigene Genesung, sondern das gesamte Team. Die Regel lautet strikt: Wer ansteckend ist, bleibt zuhause.

Fazit: Regelmäßige Reinigung der Arbeitsmittel und konsequentes Auskurieren von Krankheiten schützen die eigene Gesundheit und die der Kollegen.

5. Sicher ist sicher: Schutzausrüstung (PSA)

Ein Gehörschaden oder eine Fußverletzung heilen oft nicht vollständig. Das ist besonders ärgerlich, wenn zuvor  aus Bequemlichkeit auf persönliche Schutzausrüstung verzichtet wurde.

  • Konsequente Nutzung: Sicherheitsschuhe, Schutzbrillen oder Gehörschutz müssen getragen werden, bevor man die Gefahrenzone betritt. Ausnahmen für "nur mal kurz" darf es nicht geben.
  • Mängel sofort melden: Wenn die Ausrüstung drückt, defekt ist oder fehlt, muss dies sofort kommuniziert werden.
  • Verantwortung: Der Arbeitgeber ist gesetzlich verpflichtet, die PSA kostenfrei zu stellen. Die Nutzungspflicht liegt jedoch beim Arbeitnehmer.

Fazit: Schutzausrüstung ist nicht verhandelbar, ihre Nutzung ist die effektivste Versicherung gegen irreparable körperliche Schäden im Job.

6. Kopf frei: Mentale Gesundheit und Stress

Die psychische Belastung durch Termindruck, ständige Erreichbarkeit und Informationsüberflutung nimmt in allen Branchen zu.

  • Die 80-Prozent-Regel (Pufferzeiten): Verplane maximal 80 Prozent Deiner Arbeitszeit. Die restlichen 20 Prozent dienen als Puffer für Unvorhergesehenes. Das senkt den Stresspegel bei Planänderungen.
  • Das professionelle "Nein": Lerne, Aufgaben abzulehnen oder zu verschieben, wenn Kapazitäten erschöpft sind. Ein klares "Ja, wenn wir stattdessen Projekt X verschieben" hilft bei der Priorisierung.
  • Regelmäßiger Werte-Check: Frage Dich in ruhigen Momenten: Entspricht diese Tätigkeit noch meinen Fähigkeiten und Werten? Dauerhafter Frust ist ein Alarmsignal.

Zusammenfassung: Realistische Zeitplanung mit Puffern und klare Grenzsetzung schützen vor Überlastung und mentaler Erschöpfung.

7. Kraft tanken: Die richtige Pausenkultur

Eine Pause, in der man am Schreibtisch ein Brot isst und dabei Mails checkt, ist physiologisch und psychologisch wertlos.

  • Räumliche Trennung: Verlasse Deinen Arbeitsplatz in der Pause. Ein kurzer Spaziergang um den Block oder der Wechsel in einen Pausenraum zwingt das Gehirn zum Abschalten.
  • Mikro-Pausen nutzen: Baue über den Tag verteilt drei bis vier einminütige Pausen ein. Aufstehen, strecken, tief in den Bauch atmen, weiterarbeiten.
  • Digitales Detox in der Auszeit: Verzichte in der Pause auf das Smartphone. Der ständige Dopaminausstoß durch Social Media verhindert echte mentale Erholung.

Fazit: Echte Erholung erfordert den physischen und mentalen Abstand zur Arbeitsaufgabe – und das Weglegen von Bildschirmen.

8. Für morgen mitdenken: Vorsorgeangebote nutzen

Gesundheitsmanagement wird oft erst betrieben, wenn der Körper bereits streikt. Prävention ist deutlich effizienter.

  • Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM): Informiere Dich aktiv bei der Personalabteilung, welche Angebote existieren (z. B. Bezuschussung für Fitnessstudios, ergonomische Beratung, Stressmanagement-Seminare).
  • Angebote der Krankenkassen: Nutze die kostenlosen Check-ups und Zahnvorsorgeuntersuchungen Deiner Kasse. Viele bieten zudem Bonusprogramme an, bei denen Vorsorge finanziell belohnt wird.

Fazit: Wer präventive Angebote von Arbeitgeber und Krankenkassen aktiv einfordert und nutzt, investiert langfristig in die eigene Leistungsfähigkeit.


Fang einfach an.

Gesundes Arbeiten ist kein abgeschlossenes Projekt, sondern eine tägliche Entscheidung. Es geht nicht darum, ab morgen alles perfekt zu machen. Wähle dir zunächst genau ein Thema aus dieser Liste aus – sei es die Wasserflasche auf dem Tisch, die 20-20-20-Regel oder das konsequente Tragen des Gehörschutzes – und setze es ab dem nächsten Arbeitstag um.

Wir beraten Dich gern.

Komm einfach in eine unserer apotheca-Filialen. Wir beraten Dich, welche unterstützenden Präparate Sinn machen. 

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